Review: Thor 2: The Dark Kingdom


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Thor 2: The dark Kingdom

Thor 2: The dark Kingdom

Die neun Welten drohen in ewige Dunkelheit zu stürzen. Einzig Thor, Thronfolger von Asgard kann dem etwas entgegen setzen. Mit dem Thor-Sequel The Dark Kingdom (im Original The Dark World) bauen die Marvel Studios ihr Kinouniversum weiter aus, versäumen es dabei aber ihre Figuren weiterzuentwickeln. Trotz überzeugender Leistung seiner Darsteller kann der Film vor allem aufgrund seines schwachen Scripts nur in Ansätzen überzeugen.

Es ist natürlich eine Krux: Der perfekte Blockbuster muss den Spagat meistern, sowohl bombastische Action, als auch romantische Elemente unter einen Hut zu bekommen. Daneben darf auch der Humor nicht zu kurz kommen. Angesichts dieser Checklist könnte man meinen Thor 2 hätte alles richtig gemacht. Tatsächlich wirkt der Film aber seltsam unausgegoren und in sich unstimmig. Das beginnt schon mit dem Prolog, in dem eine Episode aus dem Mythenschatz Asgards zum besten gegeben wird, der aber zum restlichen Film wirkt wie ein Fremdkörper. Ohne Frage ist dieses Hintergrundwissen für das Verständnis des Film unerlässlich, eine elegantere Einbindung in die Handlung wäre allerdings wünschenswert gewesen.

Es folgt ein Parforceritt durch eine Vielzahl von Schauplätzen bei der die Schnitte leider sehr abrupt wirken. Insbesondere in diesen Szenen scheint es, als sei so manche Einstellung einer niedrigen Altersfreigabe und einer kürzeren Laufzeit zum Opfer gefallen. Dabei ist diese Szene inhaltlich durchaus interessant: Die neun Welten sind in Aufruhr: Die Autorität von Göttervater Odin wird nicht mehr überall akzeptiert. Es ist an Thor (Chris Hemsworth), wieder für Ordnung zu sorgen. Gleichzeitig entdeckt Astrophysikerin Jane Foster, Love-Interest von Thor, auf der Erde eine Raum/Zeit-Anomalie die auf größeres Ungemach hindeutet. Eine unheimliche Macht, der Äther ergreift Besitz von ihr und ruft Thor auf den Plan. Der wurde gerade vom Torwächter Heimdal darauf hingewiesen, dass eine seltene Konstellation der Welten bevorsteht, die Gefahren von kosmischen Ausmaßen nach sich ziehen kann. Was das mit dem plötzlichen Verschwinden Jane Fosters (Natalie Portman) vor den eigentlich allsehenden Augen des Wächters zu tun hat, ahnen die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Thor reist zur Erde, schnappt sich die Physikerin und nimmt sie mit nach Asgard, worüber Odin not amused ist. Er erkennt aber sofort, dass der Äther Besitz von Foster ergriffen hat und damit Gefahr in Verzug ist. Ohne Atempause geht es weiter, als der im Prolog eingeführte und eigentlich besiegt geglaubte Malekith einen Angriff auf Asgard startet. Sein Ziel ist es, den Äther in seinen Besitz zu bringen um während der Weltenkonstellation der Konvergernz alle Welten in ewige Dunkelheit zu stürzen. Puh.

Schon an dieser Stelle, etwa ein Drittel des Films ist vorbei, wird klar dass sich Regisseut Alan Taylor und seine Autoren hier eine waghalsige Aufgabe gestellt haben. Die Fülle des Stoffs verlangt natürlich einiges an Feingefühl, die Kohärenz zum bereits etablierten Filmuniversum macht das Unternehmen noch einmal ambitionierter. Taylor und sein Team scheitern leider an ihren Ambitionen. So gelingt es dem Film nicht, offene Fragen zu klären, noch schafft er es, eingeführte Figuren in ihrer bisherigen Konfiguration darzustellen. Nach Avengers wurde für Thor 2 eigentlich eine Erklärung erwartet, wie Thor nach der Zerstörung der Weltenbrücke Bifröst nach Midgard, also auf die Erde gelangt ist. Diese Erklärung bleibt nicht nur aus, viel mehr springt der Protagonist wie nach Belieben zwischen den Welten als gäbe es nichts leichteres. Fast schon ärgerlich ist die Darstellung von Nebenfiguren wie Heimdal (Idris Elba) und Odin (Anthony Hopkins). Während der eine im ersten Teil noch als erhabener Torwächter eingeführt wurde, der seinen Posten seit Jahrhunderten nicht verlassen hat, trifft er sich hier in der Kneipe mit seinem Kumpel Thor, als wäre es das normalste auf der Welt. Oder Göttervater Odin, der zunächst als kluger und weitsichtiger Herrscher eingeführt wurde, hier aber bereit ist, sein Volk sehenden Auges in einen verheerenden Krieg zu führen.

Unterhaltsam ist das alles, keine Frage, aber habe ich hier einfach keinen Action-No-Brainer erwartet. Genau das liefert Taylor aber ab. Zu allem Überfluss nimmt er sich das Kriterium des Comedyfaktors so sehr zu Herzen, dass manche Szene geradezu klamaukig wirkt. Auch das will nicht so recht in den Kontext passen. Die bisherigen Filme der Marvel Studios waren immer auch von augenzwinkerdem Humor geprägt. Hier ist es aber einfach zu viel des Guten. Während man die Comedyelemente in Iron Man 3 im Sommer noch als „leicht übers Ziel hinaus“ abtun konnte, ist es hier einfach zu viel des Guten. Niemand erwartet einen düsteren Erzählton wie bei Nolans Dark Knight, Snyders Man of Steel oder Webbs Spider-Man. Aber ein gewisses Maß an Grundernst verlangt allein schon der erhabene Stoff.

Die Darsteller machen ihren Job durch die Bank gut, wobei natürlich insbesondere Tom Hiddleston als Loki seinen Kollegen ein ums andere mal die Show stiehlt. Erfreulich ist, dass Natalie Portman deutlich mehr Screentime hat, als noch im ersten Teil. Von Jaimie Alexander als Lady Sif hätte ich gern mehr gesehen.

Thor 2: The Dark Kingdom ist solides Blockbusterkino das die Qualität der bisherigen Filme der Marvel Studios aber nicht erreicht. In der Mid-Credit-Scene gibt es einen ersten Verweis auf einen der nächsten großen Marvel-Filme: Guardians of the Galaxy.