Warren Ellis & Mike McKone, Avengers: Der endlose Krieg (Marvel)


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Avengers: Der endlose Krieg

Avengers:Der endlose Krieg

Marvel tut sich traditionell schwer damit, Hardcover und Paperbacks über die klassischen Buchhandlungen abzusetzen. Dabei bieten diese natürlich eine hervorragende Möglichkeit, einen Kundenkreis zu erreichen, der vermutlich nie einen Fuß in einen Comicladen setzen würde, von den Kinoerfolgen der letzten Jahre allerdings angetan war. Mit Der endlose Krieg von Warren Ellis und Mike McKone wagt Marvel nun das Experiment, eine Reihe von Graphic Novels zu starten, die originäre Storys bieten und eigens für den Buchmarkt produziert werden. Darüber hinaus spannend: Die Graphic Novels werden weltweit (mehr oder weniger) am gleichen Tag in den verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Anders als gewohnt haben die amerikanischen Leser also keinen Vorsprung vor dem Rest der Welt.

Avengers – Neuleser willkommen!

Dass es hier darum geht, Neuleser einzusammeln ist offensichtlich. Warren Ellis lässt die Avengers hier in einer sehr klassischern Formation auflaufen: Captain America, Iron Man, Hawkeye, Black Widow und der (grüne) Hulk. Im Mittelpunkt stehen also genau die Helden, die auch die Kinobesucher aus Joss Whedons Film* kennen. Ergänzt wird die Truppe durch Wolverine und Captain Marvel. Während Wolverine eher im Hintergrund bleibt, spielt Captain Marvel einen durchaus zentralen Part, wirkt aber dennoch etwas deplatziert. Gerade dadurch weckt sie aber auch ein wenig die Neugierde.

Die Geschichte nimmt ihren Anfang in der fiktiven zentralasiatischen Republik Slorenia. Dort tobt ein erbitterter Bürgerkrieg in den sich auch die USA eingeschaltet haben, der aber weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit vonstatten geht. Das ändert sich schlagartig, als Rebellen eine fremdartige Drohne abschießen, die offenbar im Auftrag Amerikas eingesetzt wurde, von deren Existenz die US-Militärs aber nichts wissen. Das Erstaunliche: Die vermeintliche Drohne scheint ein urzeitlicher Drachen zu sein, der mit einem teil-intelligentes Exo-Skelett ausgestattet ist. Der Name der Herstellerfirma ruft in Captain America Erinnerungen an die letzten Tage des zweiten Weltkriegs hervor. Damals gelang es Cap eine Produktionsstätte von Nazi-Wunderwaffen zu zerstören, die auf einer abgelegenen Insel im Nordmeer entwickelt wurden. Ist es möglich, dass sich ein modernes Rüstiugsunternehmen dieser Nazitechnologie bedient?

Mehr als ein Action-Blockbuster

Auch in Thor rufen die Bilder der vermeintlichen Drohne Erinnerungen wach. Einst ging er auf die Jagd um das Untier Nidhöggr zur Strecke zu bringen. Das Wesen konnte entwischen. Seine Nachkommen werden nun, so scheint es von einem skrupellosen Rüstungskonzern als Waffe eingesetzt. Für Thor und Captain America beginnt damit eine Jagd, der sie auf die Spuren ihrer Vergangenheit führt, sie aber zugleich mit den Realitäten einer sich ändernden Welt konfrontiert.

Warren Ellis schreibt mit Der endlose Krieg eine kurzweilige Geschichte, die phasenweise allerdings recht konstruiert wirkt. Bemerkenswert ist, wie sehr sich der Autor mit der Psyche insbesondere von Captain America auseinandersetzt, der hier keineswegs nur als strahlender Held erscheint. Wer hier einen Blockbuster-Comic auf den Spuren des Kinofilms erwartet, wird deshalb wohl enttäuscht werden. Wen dagegen die psychologischen Aspekte der Menschen hinter den Masken interessieren, liest einen sehr guten Comic. Interessant ist darüber hinaus, die Darstellung von S.H.I.E.L.D., die hier alles andere als gut wegkommt. Gerade in Hinblick auf die anstehende S.H.I.E.L.D.-TV-Serie macht diese Darstellung neugierig auf die weitere Entwicklung und Positionierung der Organisation. Auch die graphische Umsetzung durch Mike McKone kann sich sehen lassen. Insbesondere die Rückblende in den Zweiten Weltkrieg weiß zu begeistern.

Avengers: Der endlose Krieg * von Warren Ellis und Mike McKone ist am 10. Oktober bei Panini Comics/ Marvel Deutschland erschienen.

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